Die Kottenforstkrippe in St. Augustinus

 

Sie ist schon mehr als 80 Jahre alt, die Krippe, die alljährlich den Innenraum der Kirche St. Augustinus schmückt. Und sie ist auch sonst etwas ganz Besonderes.

Fast lebensgroß sind die Figuren von Maria und Josef. Geschaffen wurden sie 1935 von Anton Antweiler, damals Professor an der Kölner Werkschule. Ursprünglich waren sie für die Pfarre St. Nikolaus in Köln-Sülz geschaffen. 1964 kamen sie als Geschenk nach Duisdorf. Hier wurden sie zunächst einer umfassenden Restaurierung unterzogen und komplett neu eingekleidet. Und bereits zur Christmette 1964 wurde die Krippe erstmals in der Kirche aufgebaut. Damals war  allerdings der Stall noch nicht dabei. Die Krippe stellt das weihnachtliche Geschehen in unsere rheinische Landschaft hinein. Da wird aus Bethlehem ein Stück Kottenforst. Sieben Meter hohe Tannen bilden den Rahmen der Kottenforstkrippe. Eine besonders große Rolle spielen heimische Tiere. Da lugt ein großer Fuchs um die Ecke, Iltis und Dachs tummeln sich im Grün, ein Schaf gehört zur tierischen Gemeine und auch eine kleine Maus fehlt nicht. Viele verschiedene Vogelarten sind auch mit dabei. sie alle stammen aus dem Kottenforst und sind fachmännisch ausgestopft und präpariert.

 

Ein geheimnisvolles Dämmerlicht umgibt die Szenerie. Im Gegensatz dazu ist die Gruppe der Maria mit dem Jesuskind in helles Licht getaucht. Damit wird symbolisiert „Christus ist das Licht“ der Welt. Neben der Gestalt der Gottesmutter steht eine rote Rose in einem schlanken Kristallkrug als Symbol der Jungfräulichkeit und gleichzeitig als Hinweis auf Christus.

 

Der Aufbau ist Tradition. Am vierten Advent-Wochenende bauen Gemeindemitglieder die weihnachtliche Szenerie auf. Und das nach einem exakten Plan. „Seit mehr als 50 Jahren wird unsere Krippe immer genau gleich aufgebaut. Daran verändern wir nichts“ sagt Hans Berg. Und auch das bleibt immer gleich: das Jesuskind wird erst Heiligabend in die Krippe gelegt. Und doch gibt es in diesem Jahr etwas Neues: dank einer großzügigen Spende vervollständigen drei neue prächtig ausgestattete und in Ober-Ammergau angefertigte heilige Könige die Szene. Die benötigen mehr Platz. Die Krippenlandschaft wird daher vergrößert und auf einemneuen Podest aufgebaut.

 

 

 

Bildergalerie Krippe St. Augustinus