Bundeskanzlerin Merkel: Appell an die Nation

"Es ist ernst"

Ansprache von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel vom 18.3.2020

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Glockenläuten in St. Rochus

Im ganzen Erzbistum läuten täglich um 19:30 Uhr die Glocken als Einladung zum Gebet. Herzliche Einladung zum gemeinsamen Gebet von Zuhause aus.

Sonntags werden um 11 Uhr die Glocken der Matthäikirche, von St. Augustinus und St. Rochus läuten. Wir alle sind dann eingeladen, von zu Hause gemeinsam ein Vater Unser zu beten. Danach wird Pfarrer Harth eine Heilige Messe für die lebenden und verstorbenen Pfarrangehörigen feiern. Zeitgleich feiert Pfarrer Dr. Schwikart einen evangelischen Gottesdienst. So soll auch in dieser besonderen Zeit unsere ökumenische Verbundenheit zum Ausdruck gebracht werden.

 

Komm, störe mich...


Wir sollten nicht allzu selbstverständlich darum bitten, dass der Heilige Geist bei uns einkehren möge, weil der heilige Geist da, wo er einkehrt und Wohnung nimmt, nicht nur seine „Gaben“ mitbringt, sondern zugleich ein in hohem Maß unbequemer, ja störender Geist ist...
Der gleiche heilige Geist, den wir, mit Recht, inbrünstig erbitten, ist zugleich die unheimliche Störung aller persönlichen und erst recht aller kirchlichen Selbstsicherheit; er ist der Angriff Gottes auf unsere Unlebendigkeit und Selbstgenügsamkeit; er hat keinen Respekt vor aller verfestigten Institution, vor äußerer Ordnung, wenn sie zum Selbstzweck geworden ist....


Die beiden „Elemente“, die in der Pfingstgeschichte als die Begleiterscheinungen und Symbole des heiligen Geistes erscheinen, Sturmwind und Feuer, sind die unheimlichsten unter allen Elementen, und sie lassen nichts, was sie ergreifen, an seinem Ort und in seinem Zustand...
Wer an den heiligen Geist als die schöpferische Aktivität Gottes glaubt und in diesem Glauben um das Kommen dieses Geistes bittet, der muss wissen, dass er damit die göttliche Störung herbeiruft und sich dafür offen hält, dass Gott ihn stört in seinem „Besitz“,
in seinen Gewohnheiten ,auch seinen Denkgewohnheiten, wenn sie nicht mehr dafür taugen, ein Gefäß der heiligen Unruhe und der aufregenden Wahrheit zu sein.
Wer also bittet, „Komm, heiliger Geist“, muss auch bereit sein zu bitten: Komm und störe mich, wo ich gestört werden muss.

 

Text des lutherischen Bischofs Wilhelm Stählin (1883-1975)

 

Vertraute Orte in St. Rochus, St. Augustinus und St. Edith-Stein für das persönliche Gebet