Keine Rückkehr zum "Normalbetrieb" – Ordnungs-, Abstands- und Hygieneregeln – Sonntagspflicht bleibt ausgesetzt

Stand: 29. April 2020

Auch in den Kirchen des Erzbistums Köln können ab 1. Mai wieder Gottesdienste in Anwesenheit von Gläubigen gefeiert werden, sofern bestimmte Ordnungs-, Abstands- und Hygieneregeln befolgt werden. Deren Umsetzung ist von den jeweiligen örtlichen Verhältnissen abhängig und liegt in der Verantwortung der Kirchengemeinden. Das Erzbistum hat den Pfarrern dazu entsprechende Hinweise zugesandt. Die Gesundheit der Teilnehmenden hat Priorität. Risikogruppen wird weiterhin empfohlen, den Gottesdienst via Fernsehen oder Internet zu verfolgen, die Sonntagspflicht bleibt ausgesetzt.

Zur Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln bei Gottesdiensten müssen in und vor den Kirchen entsprechende Markierungen angebracht werden. Auch die verfügbaren Plätze in den Kirchenbänken müssen gemäß der möglichen Teilnehmerzahl für die jeweilige Kirche markiert werden. Hinweisschilder verdeutlichen die geltenden Verhaltensregeln und zeigen gegebenenfalls die Laufrichtung zu getrennten Ein- und Ausgängen. Ein Ordnungsdienst unterstützt alle Abläufe und sichert die Einhaltung der Bestimmungen. Das gemeindliche Singen im Gottesdienst muss entfallen, weil dabei ein erhöhtes Infektionsrisiko nicht ausgeschlossen werden kann. Die Zahl der Gottesdienste soll möglichst dem örtlichen Bedarf angepasst werden, damit auch bei verminderter Platzkapazität die Gläubigen, die einen Gottesdienst feiern möchten, Gelegenheit dazu erhalten.

Erstkommunionen und Firmungen
Für Erstkommunionfeiern, die absehbar nicht in den gewohnten Größenordnungen begangen werden können, empfiehlt sich örtlich entsprechend und zeitnah ein kleiner Rahmen; das Vorgehen bei Firmungen ist in Klärung und wird zu gegebener Zeit mitgeteilt.

Keine Rückkehr zum "Normalbetrieb"
Die Anpassung der jeweiligen örtlichen Gegebenheiten an diese Regelungen stellt die Gemeinden vor große Herausforderungen und wird daher von Fall zu Fall noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Es ist deshalb nicht von einem raschen flächendeckenden Gottesdienstangebot auszugehen.

Generalvikar Dr. Markus Hofmann betonte, dass die Wiederaufnahme der Gottesdienste keine Rückkehr zum "Normalbetrieb" sei, sondern man "in sehr differenzierter und notwendigerweise reglementierter Weise eine neue Übergangsform finden" müsse. "Die Aussetzung der öffentlichen Gottesdienste war ein schwerer Schritt, den wir aus der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und den einzelnen Gläubigen heraus gegangen sind", so Hofmann. "Für das gesellschaftliche Leben sind nun konkrete Maßgaben erarbeitet worden, die vernünftig zwischen Schutzbedarfen und Ermöglichung von Freiheiten abwägen. In diesem Rahmen bewegt sich auch die Wiederaufnahme öffentlicher Gottesdienste." Damit dies gelinge, bedürfe es vor Ort nochmals einer großen Anstrengung und persönlichen Engagements vieler, für das er schon jetzt dankbar sei.

 

 

Regelung zur Feier von Gottesdiensten im Erzbistum Köln (Stand: 17.04.2020)

 

Die bisherigen Regelungen zu öffentlichen Gottesdiensten, Taufen und Trauungen bleiben vorerst über den 19. April 2020 hinaus bestehen.

Über den weiteren Umgang werden wir in Kürze informieren.
Für Beerdigungen gilt wie bisher, dass sie im Rahmen der jeweiligen kommunalen Vorgaben stattfinden können.
Feierliche Erstkommunionen und Firmungen bleiben wie bisher vorerst bis einschließlich Pfingstmontag ausgesetzt.

 

Erzbistum Köln stellt alle Gottesdienste bis 19. April 2020 ein - Stand: 20.03.2020

 

Das Erzbistum Köln stellt die Feier von öffentlichen Gottesdiensten ab Sonntag, 15. März, an allen Orten auf seinem Gebiet ein. Die Regelung gilt bis Sonntag, 19. April und entspricht einem Erlass des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Die Gläubigen sind gebeten, Gottesdienstübertragungen in Fernsehen, Radio oder Internet zu verfolgen. Eine Übersicht ist auf unserer Internetseite www.erzbistum-koeln.de zu finden. In der gegenwärtigen Ausnahmesituation gelten im Erzbistum Köln insofern die „schwerwiegenden Gründe“, unter denen die Sonntagspflicht ausgesetzt ist. Die Messfeier ohne Gemeinde bleibt unverändert erlaubt und ist gegenwärtig als stellvertretender Vollzug besonders empfohlen.

Die Kirchen sollen nach Möglichkeit zu den gewohnten Zeiten in der je üblichen Weise und unter Beachtung der bekannt gemachten Hygieneregeln für das persönliche Gebet geöffnet bleiben; hierbei sind in jedem Falle die jeweils geltenden amtlichen Verfügungen (z.B. Versammlungsbeschränkungen oder -verbote) maßgeblich. Die Spendung der Hl. Kommunion für Schwerkranke und Sterbende sowie der Krankensalbung erfolgt in der bisher gewohnten Weise.

In den kommenden Wochen überträgt DOMRADIO.DE jeden Abend um 18 Uhr das Rosenkranzgebet und um 18.30 Uhr die Abendmesse aus dem Kölner Dom. An den Sonntagen wird die Heilige Messe um 10 Uhr, an allen Werktagen um 8 Uhr morgens übertragen.

Informationen zu Ostern folgen.

Weitere Informationen zum Umgang mit dem Corona-Virus im Erzbistum Köln auf www.erzbistum-koeln.de 

 

Schreiben von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki

"Auch für uns Christen ist die Coronakrise eine besondere Herausforderung. Selbst in Kriegszeiten sind die Gottesdienste nicht ausgefallen, doch nun haben wir uns nach sehr ernsthaften Diskussionen dazu entschlossen, die körperlichen Versammlungen von Christen auszusetzen. Ich habe darauf hingewiesen, dass das nicht heißt, dass wir unser Glaubensleben einstellen, ganz im Gegenteil. Jeden Abend um 19.30 Uhr erinnern uns alle Glocken in den Kirchen des Erzbistums Köln daran, das gemeinsame tägliche Gebet zu verstärken für unsere Alten und Kranken, für die vielen Helferinnen und Helfer, die im Gesundheitswesen an vorderster Front stehen, aber auch für die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft, dass sie besonnen und engagiert die richtigen Entscheidungen treffen, denn diese Entscheidungen werden zweifellos auch künftig nicht einfach sein..."
 

Brief Erzbischof Kardinal Woelki